Einleitung

Artenvielfalt in der Natur war lange nicht  für mich selbstverständlich, genauso sie zu erhalten, so hatte ich vor 10 Jahren nur Weingärten die ich bewirtschaftete und im Bereich der Begrünungen galt es nur das notwendigste zu tun. Erst arbeitsbedingte gesundheitliche Überlastungsprobleme und ein kleines Päckchen Kornrade vom Land Niederösterreich haben mich auf den Weg gebracht nachhaltig etwas gegen den Artenschwund zu unternehmen. So habe ich erst vor 6 Jahren angefangen 15% meiner Weinbaufläche in artenreiche Blühflächen umzuwandeln. Aber fertig bin ich noch lange nicht. Denn  zu glauben man kann eine artenreiche Blühfläche in kürzester Zeit aus den Boden stampfen es ist eine Illusion, denn die Natur arbeitet in anderen Zeitmaßstäben.  Dies war mein Beginn etwas für die Natur zu tun.   

Doch laufen wir nicht oft mit geschlossenen Augen durch die Natur oder ziehen uns immer mehr in die digitale Welt zurück. Ist es nicht an der Zeit die Augen zu öffnen und hinzusehen was wir verlieren wenn wir so weitermachen wie bisher?

Glücklicherweise beginnt bei manchen bereits ein umdenken das Artenvielfat in der Natur einen Wert hat.

Darum ist es nicht an der Zeit das wir alle eine kleine Fläche der Natur zur Verfügung stellen wo Vielfalt noch möglich ist wo nicht nur z.b. 4 Pflanzen aus einer Familie wachsen denn erst eine Vielzahl an Pflanzen aus verschiedenen Familien sind die Grundlage für die Artenvielfalt in der Natur, darum seht euch an diese Lebewesen die ich in den letzten Jahren gefunden habe nur in Tattendorf und überlegt ist es von wert sie vor dem aussterben zu schützten.

Wir können Fläche um Fläche verbauen, auf den weniger werdenden landwirtschaftlichen Flächen die Produktion intensivieren und in unseren Gärten und auf öffentlichen Flächen auf Perfektion setzen, doch was ist Perfektion?

Doch bedenkt so wie wir mit der Natur umgehen so wird die Natur mit uns umgehen. Denn letztendlich wir brauchen die Natur aber die Natur braucht uns nicht und zuletzt was wäre wenn die Natur sich wehren würde. Würden wir es verkraften? 

Pflanzenfamilien

Warum unterschiedliche Pflanzenfamillien weil nun mal Insekten unterschiedliche Pflanzen lieben. Ich kann jetzt nicht alle aufzählen aber einige Familien die da wären: Doldenblütler, Korbblütler,

Kardengewächse, Kreuzblütler,  Lippenblütler, Nelkengewächse, Malvengewächse, Rachenblütler, Raublattgewächse,  Rosengewächse

 Schmetterlingsblütler.

Genauso wichtig ist es um Vielfalt zu erziehlen ein Gesamtpaket wo Blumenwiesen begleitet von Bäumen und Sträuchern vorhanden sind genauso aber ein Totholzhaufen oder ein dürrer Baum, ein Laub, Ast oder Steinhaufen Platz genauso findet. Aber auch ein Eck gibt wo Pflanzen übers Jahr stehen bleiben , ja es gibt viele Möglichkeiten um der Natur zu helfen wir müssen nur bereit sein es auch wirklich zu tun.

Blühfläche Piestingwiese

Hier handelt es sich um eine Fläche die ich erst seit kurzem in Pflege habe wo ich aber es geschafft hasbe die Artenvielfalt auf über 100 verschiedenen Pflanzen zu erhöhen. Dadurch war es auch möglich das sich so viele Insektenarten ansiedeln konnten in kurzer Zeit da diese Wiese die einzige artenreiche Wiese in einem größeren artenarmen landwirtschaftlich intensiv genutzen Gebiet ist. Wo ich in den letzten Jahren über 200 Schmetterlingsarten nachgewiesen habe sowie unter anderem 5 europaweit geschützte Tier und Pflanzenarten. 

Blühfläche Steinfeld

Hier entsteht ein rund 11.000m2 großes Rückzugsgebiet für die Natur bestehend aus einem Halbtrockenrasen, einer ein und zweijährigen Blühfläche sowie einen schmalen Strauch/Baumstreifen um  maximale Vielfalt zu ermöglichen in einer Zeit wo wir der Natur immer mehr Raum wegnehmen.

40% sind berits fertig und werden von über 180 Schmetterlingsarten bereits bewohnt darunter 23 in Nö geschützt sowie 3 weitere  geschützte Insktenarten (Gottesanbeterin, Lestes barbarus und Sympetrum meridionale cf. beides Libellen  und  mit dem großen Feuerfalter sogar eine eurpaweit geschützte Insektenart und eine zweite europaweit geschützte Tierart wäre der Neuntöter den ich 2019 sah.

Blühfläche Frauenfeld

Dieses artenreiche Gebiet bei mir in einer Größenordnung von 4ha besteht einerseits aus einen Blühstreifen mit über 200 Pflanzenarten von Gräsern über Blütenpflanzen,Sträucher bis hin zu Bäumen, der aber noch Jahre braucht bis er fertig ist da noch vor 6 Jahren noch dort ein artenarmer Weingarten stand.

Aber um wirkliche Vielfalt zu ermöglichen muss ich eine Vielfalt an unterschiedlichsten Pflanzen aus vielen Familien aufbauen aber dies geht nun mal nicht von heute auf morgen es braucht seine Zeit.

Aber selbst auf der halbfertigen Fläche die ständig im Umbruch ist habe ich bereits 276 Schmetterlinge gefunden hauptsächlich aber Nachtfalter den nur max. 5% der Schmetterlinge finden wir tagsüber.

Umgeben  ist dieser Streifen von Weingärten die mit rund 10 Pflanzenarten eher artenarm sind aber durch Kamillen und Distelpflanzen doch auch interesannt ist für verschiedene Insekten wie Schwebfliegen und Bienen zum Beispiel. Weiters gibt es noch einen kleinen Obstgarten wo so manch andere Art zu finden ist.

 Eigener Garten
 

Hier handelt es sich um eine Mischung aus Bäumen, Sträuchern, Wildblumen,  Zierblumen, Gemüse  nicht perfekt gepflegt dadurch aber Lebensraum von bisher 276 Schmetterlingsarten welche ich in den letzten Jahren fotografiert habe , vielen Käferarten und so manches seltene andere Insekt.

Empfohlene Seiten

Lepiforum.de

Allgemeine Info zu den Fotos

Die Fotos hier habe ich hauptsächlich in den letzen 3 Jahren aufgenommen denn erst seit 3 Jahren vesruche ich festzustellen was ich an Vielfalt auf meinen Flächen finde denn die ganze Vielfalt man findet sie nicht an einem Tag. Viele Aufnahmen waren einfach Zufallstreffer weil ich gerade den Fotoapparat mit hatte. 

Doch durch das fotografieren von Insekten und anderen Lebewesen kann man nur in sehr wenigen Fällen zu 100% den richtigen Namen nennen, denn oft sind es Kleinigkeiten die erst in aufwändiger Arbeit unterm Mikroskop von Experten bestimmt werden können. So ist festzuhalten das sich hier nicht um eine Seite handelt mit gesicherten wissenschaftlich festgestellten Namen, sondern eine Seite die herzeigt was die Natur vor uns an Schätzen verbirgt die wir falls wir die Augen öffnen auch finden werden.

Darum gibt es Fotos wo nur ein Gruppennamen steht oder mit cf. das bedeutet nur eine Ähnlichkeit mit einer bestimmten Art. Bei den restlichen bis auf die wirklich eindeutig gezeichneten Insekten kann man von einer 90% igen wahrscheinlichkeit ausgehen.

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Fehler bei der Bestimmung sind daher möglich , doch bin ich dankbar wenn man mich auf den einen oder anderen Fehler aufmerksam macht. Aber letztendlich soll dies keine wissenschaftliche Seite sein sondern eine Seite um herzuzeigen was die Natur so zeigt wenn man sich die Zeit nimmt hinzuschauen.

Letztendlich geht es mir  aber darum herzuzeigen was an Vielfalt möglich ist wenn wir wirklich bereit wären etwas für die Natur zu tun.

Agrargemeinschaftswiese

Hier handelt es sich um eine relativ kleine Wiese hinter dem Tattendorfer Naturdenkmal eingebettet zwischen  einen schmalen Auwaldstreifen am Rand des Piestingflusses und auf der Anderen Seite begenzt durch einen Föhrenwald. Trotzdem aber ist sie wertvoll  für die Natur denn jede Wiese wo halbwegs noch etwas im Sommer blüht ist die Grundlage für die Artenvielfalt in der Natur.

Blühfläche Naschgarten

Hier handelt es sich um eine Fläche bei der Bahn welche von der Gemeinde gapachtet wurde wo auf einer Lichtung Beerensträucher sowie ein Streifen von Wild und Zierpflanzen welche ich gepflanzt habe wo man sieht das es möglich ist einersseits etwas für die Natur zu tun und andrerseits auch etwas fürs Auge. 

 Naturdenkmal Tattendorf
 

Hier handelt es sich um ein Trockenrasenrelikt aus einer Zeit wo das Wiener Becken mit einer riesigen Weidefläche durchzogen war ist heute nur noch eine sehr kleine Restfläche vorhanden auf Tattendorfer Gemeindegebiet, nur südlich von Tattendorf gibt es noch wesentlich größere Bestände an Trockenrasen ,ein Rückzugsgebiet für eine Unsumme an Insekten. Mehr Information gibt es in der Internetausgabe: BCBEA-Ausgabe 4/2

© 2020 Karl Mitterer.